- Ich
bin getauft -

Bei
einer gründlichen Renovierung der Kilianskirche Schötmar wurde 1962
dieser quaderförmige Taufstein mit quadratischer Messingscliale aufgestellt.
Der Sandstein wurde von Steinmetzmeister Herbert Görder (1914-1990)
aus Schötmar gestaltet. Die umlaufende Inschrift lautet: "Glaube an
den Herrn Jesus Christus, so wirst du und dein Haus selig!" (Apostelgeschichte
16,31). Herbert Görder und sein Sohn Klaus Görder (1947- 1993) haben
auch die kunstvollen Grabsteine gepflegt und restauriert, die rund um
die Kirche zu finden sind. Diese Steine erinnern daran, daß der Kirchplatz
Schötmar von 800 n. Chr. bis 1842 auch Friedhof war, zumeist für das
ganze Kirchspiel, das sich von der Ortschaft Hovedissen bis nach Papenhausen
und vom Ortsteil Wüsten bis nach Holzhausen erstreckte, über eine Fläche
von etwa 60 Quadratkilometern.

Vor dem Christlichwerden
unserer Gegend bestatteten die hier ansässigen Sachsen ihre Toten ebenfalls
an dieser etwas erhöhten Stelle zwischen den Flüssen Bega und Werre.
Bei Ausgrabungen in einer Kirche wurden 1081 kleine Nadeln und Fibeln
von Gewändern Bestatteter aus vorchristlicher Zeit (vor 777 oder vor
800 n. Chr.) gefunden. Ältere Taufschalen, Taufsteine aus den Vorgängerbauten
der Kilianskirche sind leider nicht mehr vorhanden. Lückenlos geführt
aber ist das Taufbuch seit 1607.
Noch vorhandene Bücher und Bibeln der Gemeinde aus alter Zeit:
Taufbücher seit 1607,
Lippische Kirchenordnung von 1684,
Lüneburger Bibel von 1778,
Altarbibel von 1954,
Predigt-Kladde von Pastor Wilhelm Butterweck (1874 - 1943),
Altarbibel von 1854,
gestiftet von den Landwirten Bicker aus Retzen und Ueckermann an der
Bega.

Abendmahlsgeräte
und Paramente
- Ich
bin eingeladen -
Die beiden ältesten
Abendmahlskelche der Kilianskirche gibt es schon seit 1731. Sie wurden
seinerzeit gestiftet vom Geheimen Hofrat und Kammerherren eines lippischen
Fürsten Piderit aus Detmold. Ein Brotteller aus Zinn aus dem 17. Jahrhundert
ist ebenfalls vorhanden. Der Abendmahlstisch gehört zur neugotischen
Ausstattung der Kirche von 1854. Er ist geschmückt mit Paramenten der
Kunstwerkstatt Slabbinck aus Eschweiler bei Aachen in den jeweiligen
liturgischen Farben des Kirchenjahres.

Ihnen entsprechen
die Antependien der Kanzel. In den Jahrzehnten nach 1970 nahm die Zahl
der Abendmahlsbesucher merklich zu. Deshalb wurden von Goldschmiedemeister
Otto Hahn in Bielefeld neue Silberkelche, Kannen und Brotschalen gefertigt.
| Taufstein
& Altar | Chorraum | Orgel
| Kilian | Glocken
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