Liebe Besucher!
Sie sind in unserer Kirche willkommen. Im Innern ist ein weiter Raum,
unter hohem Dach sind Sie geborgen.
Beim Anbeten - heim Lobgesang - beim Hören der guten Nachricht gilt
hier die Einladung:
"Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seich. Ich will
euch erquicken",
spricht Jesus Christus.
Im Wechsel der Zeiten kommen unsere Besucher in dieses Haus. Hier hören
sie die Weihnachtshotschaft: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf
Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. Hier freut man sich mit
den Brautpaaren zur Trauung. Hier werden unsere Kinder getauft. Hier
feiern wir die Konfirmation. Hier beklagen wir den Verlust lieber Menschen.
Hier begegnen wir dem ermutigenden Wort, das Gott uns sagt.
"Alles Wesentliche im
Leben sind Begegnungen".
(Martin Buber)
Kurzgeschichte
der Kilianskirche
Um 800 n. Chr.: Bau einer
ersten Kirche auf dem Kirchplatz in Schötmar, von der keine Überreste
vorhanden sind. Schötmar war Urpfarrei und über viele Jahrhunderte Muttergemeinde
für zahlreiche Ortschaften des Umlandes.
Um 950 n. Chr.: Pflasterung einer Kirche am gleichen Platz mit einem
Lehmfußhoden, von dem Teile bei Ausgrabungen im Jahre 1981 gefunden
wurden.
Um 1150 n. Chr.: Hau einer romanischen Basilika in Kreuzform mit Altären
für die Heiligen: Kilian, Nikolaus und Jacobus (22 x 8 Meter).
1437: Gießen der noch erhaltenen Katharina-Glocke, vermutlich auf dem
Kirchplatz. Sie ist das älteste erhaltene "Monument" der Stadt Bad Salzuflen
und hat seit 1437 fast ohne Unterbrechung geläutet.
Um 1540: Die Kirche wird nach dem evangelischen Bekenntnis geordnet.
1850 Abbruch der alten romanischen
Kilianskirche, die zu klein und zu baufällig gewesen sein soll.
Bereits vorher war durch Anlage des Funekefriedhofs der alte Kirchhof
als Bestattungsfläche aufgegeben worden. Für die Einwohner
der westlichen Bezirke jenseits der Werre wurde dann 1864 später
der Werrefriedhof zusätzlich angelegt.
1850-54: Bau der jetzigen
dreischiffigen neugotischen Hallenkirche (20 x 22 Meter). Das Mittelschiff
ist 17 Meter hoch, der Turm, ohne Kreuz, 47 Meter.
Einweihung am 26. Juli 1854
- Überreichung einer wertvollen alten Bibel zur Einweihung.
im Laufe der 50er und 60er
Jahre nach dem 2. Weltkrieg wurden in einer Reihe von Sanierungen die
alten ornamentalen Kirchenfenster in der Apsis entfernt und durch schlichte
grau-weiße Fenster ersetzt. Die Fensterbögen wurden nach
unten erweitert um mehr Licht in das Kirchenschiff zu lassen. Die Ausmalungen
wurden weiß übergetüncht um der Kirche das damals für
reformierte Kirchen übliche schlichte Aussehen zu verleihen. Die
alten Kronleuchter wurden entfernt.
1971: Einbau der Orgel durch
die Firma Eule, Bautzen.
1981: Renovierung. Ausstattung mit einem "flämischen" Kronleuchter.
Die bei Renovierungen in den 50er und 60 Jahren weiß übergemalten
Farben werden wieder hervorgeholt.
1985: Orgelpositiv im Chorraum der Kirche.
1989: zwei neue Bronzeglocken
ersetzen die zu schweren Stahlglocken aus der Zeit nach dem 1. Weltkrieg
1994: Zweiter Kronleuchter mit Weinlaub und Trauben.
2002: Dach- und Turmsanierung
- Die durch eindringende Feuchtigkeit beschädigten Bögen unter
den Kehlen werden erneuert. Die durch nachträglich als falsch erkannte
Isolierungsmaßnahmen bechädigten Lehmdecken werden erneuert.
Über die neuen Kehlen, neuen Lüftungstüren und neuen
Schallluken wird zusätzlich eine sichere Begehbarkeit für
Turmbesteigungen am Tag des Denkmals gewährleistet
2003: Fentersanierung: Die
Kirchenfenster rechts und links neben der Apsis und neben der Orgel
werden im ursprünglichen Stil erneuert.
2004: Innensanierung: Die
nach der Dachsanierung erneuerten Kehlen ermöglichen nach einer
Baupause nun auch die Innensanierung. Nach Abschluß der Maurer
und Malerarbeiten mit einem vollständigen Neuanstrich in den alten
Farben ist die Kirche als OFFENE KIRCHE anerkannt mit regelmäßigen
Öffnungszeiten von montags bis freitags von 10-17 Uhr und samstags
von 10 - 13 Uhr.
2004 Orgelsanierung: Nach
Abschluß der Bauarbeiten erfährt auch die Orgel eine gründliche
Reinigung und Überholung durch den ortsansäßigen Orgelbauer
Schröder. Durch den Einbau eines für Lippe einmaligen Registers
( Subbasspfeife Quinte 10 2/3 Fuß) erfährt das Bassfundament
der Orgel eine effektvolle Verstärkung zum 150 jährigen Jubiläumsfest
der neugotischen Kilianskirche.