Gottesdienste in Schötmar (aktualisiert am 8.Dez.2007)
Ev. ref. Kirchengemeinde Schötmar, Kilianskirche
oder einmal monatlich im Gemeinschaftshaus Holzhausen-Heerserheide (der übliche Gottesdienstablauf steht unten am Ende dieser Seite und etwas allgemeiner im EG-West S. 1234 - Grundform I -
Im unteren Teil der Seite findet sich eine Erklärung der Gottesdienstliturgie und ein Rückblick auf die Predigtreihe zum Paul Gerhardt Jahr 2007 .

16.12. 2007 Kilianskirche Kanzeltauschsonntag – Claudia Schreiber

18.00 Uhr Kilianskirche „YouGo goes Christmas“


23.12. 2007 Pfr. Andreas Gronemeier und der Bläserchor

24.12.2007 15.30 Uhr Kilianskirche Heiligabend Familien-GD mit Krippenspiel Pfr. Markus Honermeyer Kollekte für Brot für die Welt

24.12.2007 17.30 Uhr Kilianskirche Heiligabend Christvesper
Pfr. Matthias Schmidt mit Kantorei Kollekte für Brot für die Welt

25.12.2007 8.00 Uhr Kilianskirche 1. Weihnachtstag Lichterkirche
Pfr. Andreas Gronemeier und der Instrumentalkreis
Kollekte für Brot für die Welt

26.12.2007 10.00 Uhr Kilianskirche 2. Weihnachtstag Pfr. Markus Honermeyer mit Taufen, Kirchbus fährt Kollekte für Brot für die Welt

30.12.2007 10.00 Uhr Kilianskirche Pfr. Andreas Gronemeier
Kollekte für Brot für die Welt

31.12.2007 17.00 Uhr Silvesterabend Pfr. Matthias Schmidt und der Bläserchor mit Abendmahl (Saft) Kollekte für das Blaue Kreuz

01.01.2008 11.00 Uhr Begegnungsstätte Neujahrstag Pfr. Andreas Gronemeier
Neujahrsbrunch mit Andacht zum neuen Jahr

06.01.2008 10.00 Uhr Kilianskirche Epiphanias Pfr. Markus Honermeyer und Pfr. i.R. Gerhard Schmidt zum Auftakt der Allianzgebetswoche (Jahreslosung)
mit Abendmahl (Saft), Kirchbus fährt
Kollekte für die Deutsche Evangelische Allianz

18.00 Uhr Kilianskirche Neujahrskonzert mit „Gospel Unlimited“ aus Bielefeld

13.01.2008 10.00 Uhr Kilianskirche 1. Sonntag nach Epiphanias Pfr. Andreas Gronemeier anschl. Kaffee und Keks in der Begegnungsstätte
zur Bibelfliesen ausstellung
10.00 Uhr Heerserheide Pfr. Matthias Schmidt

20.01.2008 10.00 Uhr Kilianskirche Septuagesimae Pfr. Markus Honermeyer anschl. Kaffee und Keks in der ÖBS, Kirchbus fährt
10-12 Uhr GMH I KiKiKi

27.01.2008 10.00 Uhr Kilianskirche Bibelsonntag Sexagesimae Pfr. Matthias Schmidt zu Jeremia 29, 1-14, Predigtnachgespräch mit Kaffee und Keks Kollekte für die Lipp. Bibelgesellschaft

27.01.2008 Holocaust-Gedenktag 16.30 Uhr in der Begegnungsstätte
Pfr. Andreas Gronemeier

03.02.2008 10.00 Uhr Kilianskirche Estomihi Prediger Harald Lenzen mit Abendmahl (Saft) im Gemeinschaftskelch , Kirchbus fährt
Kollekte für den Bundesverband NS-Verfolgte

10.02.2008 10.00 Uhr Kilianskirche Vorstellung der Konfirmanden Bezirk I Pfr. Matthias Schmidt anschl. Brunch im Gemeindehaus (Anmeldung 81446)
10.00 Uhr Heerserheide Invocavit Pfr. Markus Honermeyer
11.02.2008 19.30 Uhr in der Begegnungsstätte Passionsandacht

17.02.2008 10.00 Uhr Kilianskirche Reminiscere Vorstellung der Konfirmanden Bezirk III Pfr. Andreas Gronemeier anschl. Kaffee und Keks im GMH, Kirchbus fährt Kollekte für
10-12 Uhr GMH I KiKiKi

18.02.2008 19.30 Uhr in der ÖBS Passionsandacht

24.02.2008 10.00 Uhr Kilianskirche Okuli KV-Wahltag Pfr. Markus Honermeyer anschl. PNG mit Kaffee und Keks im GMH
Kollekte für die kirchl. Arbeit mit Flüchtlingen

25.02.2008 19.30 Uhr in der ÖBS Passionsandacht

02.03.2008 10.00 Uhr Kilianskirche Laetare Pfr. Matthias Schmidt mit Abendmahl (Saft) im Gemeinschaftskelch, Kirchbus fährt ; anschl. Winterwanderung
10.00 Uhr GMH I Jugend-Gottesdienst
18.00 Uhr Trinitatiskirche YOU GO

03.03.2008 19.30 Uhr in der ÖBS Passionsandacht

07.03.2008 Trinitatiskirche Weltgebetstag

09.03.2008 10.00 Uhr Kilianskirche Vorstellung der Konfirmanden Bezirk II
Pfr. Markus Honermeyer anschl. Kaffee und Keks im GMH
Kollekte für Landeskirchliche Aufgaben
10.00 Uhr Heerserheide Judica Pfr. Andreas Gronemeier Kollekte für

10.03.2008 19.30 Uhr in der ÖBS Passionsandacht

16.03. 10.00 Uhr Kilianskirche
Pfr. Matthias Schmidt- Mitarbeitergottesdienst zum Wechsel im Kirchenvorstand – Verabschiedung und Einführung von Kirchenältesten mit anschl. Empfang im Gemeindehaus Kollekte für

Predigt und Liederreihe zum PaulGerhardt Jahr 2007
Die ev. ref. Kilianskirche Schötmar ist im Jahr
2007 Veranstaltungsort einer Reihe von Liedpredigten über den lutherischen Dichterpfarrer Paul Gerhardt. Am 12. März 2007 jährte sich sein 400. Geburtstag. Sogar die deutsche Bundespost hat aus diesem Anlaß im März eine Sondermarke herausgegeben. Eine Fülle von Jubiläumsveranstaltungen ist darum auch in Schötmar für dieses Jahr geplant:

Zum Jahreswechsel hat Pfr. Matthias Schmidt eine Predigtreihe über die meisten und bekanntesten Paul Gerhardt-Lieder aus dem Gesangbuch begonnen. Zu Beginn der Passionszeit am 24. Februar wurde diese Predigtreihe in der Kilianskirche fortgesetzt. Auch einige Nachbarpfarrer wirken an der Reihe mit: So kommt am Gründonnerstag der Sylbacher Pfarrer Jörn Schendel mit einer Predigt zum Passionslied "O Haupt voll Blut und Wunden" auf die Kanzel der Kilianskirche. In den Sommermonaten predigen die Lockhauser Pfarrerin Jutta Schlitzberger und die Wüstener Pfarrerin Petra Siekmann-Heide über Paul Gerhardt-Lieder und am 16. Dezember wird die Retzer Pfarrerin Claudia Schreiber auf der Kanzel der Kilianskirche über Paul Gerhardts Adventslied "Wie soll ich dich empfangen" zu hören sein.

An vielen weiteren Sonn- und Feiertagen im Jahr 2007 predigen vor allem die Pfarrer der ref. Kilianskirche Schötmar über die Texte der Lieder und die biblischen Inhalte aus denen Paul Gerhardt die Glaubenskraft für seine Lob- und Trostdichtung schöpfen konnte. Der genaue Predigtplan der Kilianskirche ist auf der Homepage der Kirchengemeinde Schoetmar einsehbar und wird auch im Gemeindebrief Evangelisch in Schötmar veröffentlicht.

Termine der Predigtreihe zu
Paul Gerhardt Liedern in der ref. Kilianskirche Schötmar


31.12. 2006 10 Uhr Pfr. M. Schmidt zu EG 36 Fröhlich soll mein Herze springen -
14.1. 2007, 10 Uhr Pfr. M. Schmidt zu EG 58 Nun laßt uns gehn und treten -

Predigten zu Paul Gerhardts Liedern im Osterfestkreis:

25.2. (Invokavit) Pfr. M. Schmidt zum Auftakt der Passionszeit
zu EG 83 Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld …(mit Predigtnachgespräch)
( auch am 11.3. in Retzen und am 24.3. in Wülfer)

5.4. 20 Uhr (Gründonnerstag) Pfr. Jörn Schendel
zu EG 85 O Haupt voll Blut und Wunden (auch am 6.4. in Sylbach)

6.4 (Karfreitag) Pfr. M.Schmidt zu EG 84 O Welt sieh hier dein Leben
(auch am 5.4. in Sylbach)

9.4. (Ostermontag) Pfr. Markus Honermeyer zu EG 112 Auf auf mein Herz mit Freuden

27.5. (Pfingstsonntag) Pfr. Matthias Schmidt zu EG 133 Zieh ein zu deinen Toren

Predigtreihe zu den sommerlichen Lob- und Dankliedern Paul Gerhardts.

24 6. (Jubelkonfirmation) Pfr. Markus Honermeyer
zu EG 322 (Ps 89) Nun danket all und bringet Ehr …

1.7. Pfr. Markus Honermeyer zu EG 302 (Ps.146) Du meine Seele singe

8.7. Pfr. Andreas Gronemeier zu EG 503 Geh aus mein Herz …

15.7. Pfr. Jutta Schlitzberger zu EG 449 Die güldene Sonne

22.7. Pfr. Matthias Schmidt zu EG 324 Ich singe dir mit Herz und Mund
… und zum Kanon EG 643

29.7. Pfr. in Petra Siekmann-Heide zu EG 325 Sollt ich meinem Gott nicht singen

5.8. Pfr. Markus Honermeyer zu EG 446 Wach auf mein Herz und singe …

12.8.Pfr. Matthias Schmidt jetzt Einführung von Jugenddiakon Schwarze
ursprünglich geplant für den (Israelsonntag) zu EG 283 (Ps. 85) Herr, der du vormals hast dein Land …

 

Predigten zu den Trost und Bekenntnisliedern Paul Gerhardts:

2.9. Pfr. Matthias Schmidt zu EG 351 Ist Gott für mich so trete ….

16.9. (Goldkonfirmation) Pfr. Matthias Schmidt zu EG 447 Lobet den Herren, alle die ihn ehren …

14.10. Pfr. Matthias Schmidt zu EG 361 Befiehl du deine Wege mit einer Solistin zur Kunst von Ernst Pepping

4.11. Pfr. Dr. Dieter Wiele - 25 Jahre Kantorei der Kilianskirche
unter dem Motto: Ich singe dir mit Herz und Mund

25.11. (Ewigkeitssonntag) Pfr. Matthias Schmidt EG 529 Ich bin ein Gast auf Erden …

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ALLGEMEINES ZU DEN 
  GOTTESDIENSTEN IN DER EV.REF. KILIANSKIRCHE SCHÖTMAR

BEGINN: SONNTAGS UM 10.00 UHR
Mitwirkende sind in der Regel: Orgel/Chöre: KMD Ralf Bölting (Tel.: 05222- 22153) KÜSTER Burkhard Reichelt, Ulla Hoppe (05222-85166)
und einer der PFARRER Matthias Schmidt, 05222-81782, Markus Honermeyer, 05222-81955, Andreas Gronemeier, 05222-81315

An jedem ersten Sonntag im Monat ist Abendmahl abwechselnd mit Traubensaft oder Wein zu dem alle als Gäste eingeladen sind.

Taufen müssen je nach Termin mit einem der Pfarrer abgesprochen und im Gemeindeamt an der Schloßstr. 33 angemeldet werden. Dazu wird dort in der Regel das Familienbuch vorgelegt. (Tel. 05222-81446. - Fax: 81419 Email: Schoetmar@web.de) Die für das Patenamt Vorgesehenen legen zur Taufe eine Patenbescheinung vor, die sie bei ihrem zuständigen Heimatpfarrer bekommen.
(Während der Gottesdienste bitten wir nicht zu fotografieren. Vorher oder hinterher ist Zeit für Fotos in der Kirche. Im Vorfeld der Gottesdienste kann nach Absprache mit dem Pfarrer ggf. die Erlaubnis für " lautlose" Videoaufnahmen von einen Standort links oben auf der Empore getroffen werden. )

Für TRAUUNGEN gilt im Prinzip dasgleiche. Für die kleineren Kinder, gibt es hinten in der Kirche ein "Spielzimmer" mit biblischen Bilderbüchern, Malsachen etc. in das Eltern und Kinder während des Gottesdienstes gehen können. Die Eltern können von dort den Gottesdienst mitfeiern.

DIE ÜBLICHE GOTTESDIENSTLITURGIE:
ORGELVORSPIEL
dabei ziehen ggf. die Tauffamilien ein und nehmen vorne Platz
* Lied zum Eingang: ...
Pfr. EINGANGSWORT
Pfr. BEGRÜßUNG
Pfr./Lektor WOCHENSPRUCH:
Pfr./Lektor PSALMLESUNG: (ggf. im Wechsel ) =EG
* Liedvers EG 177.1 Ehr sei dem Vater und dem Sohn ...
Pfr. EINGANGSGEBET mit Sündenbekenntnis
*Liedvers EG 178.10 Herr, erbarme dich ...
Pfr. GNADENZUSAGE
*Liedvers EG 179 Allein Gott in der Höh sei Ehr ...
Pfr. KOLLEKTENGEBET
Stille
... (evtl Chorstück) ...
Einfügung an dieser Stelle wenn eine Taufe stattfindet:
Pfr. Einsetzungsworte der Taufe
Pfr. Gebet
Pfr. Taufansprache ( i.d.R. über den von den Eltern ausgewählten Taufspruch)
Die Gemeinde erhebt sich zum Glaubensbekenntnis
Anschließend setzt sich die Gemeinde wieder und Eltern und Paten stellen sich mit den Kindergottesdienstkindern im Halbkreis um das Taufbecken
Pfr. Tauffragen an die Eltern und Paten
Pfr. Taufspruch
Pfr. Taufhandlung und -zuspruch
Pfr. Gebet
Die Eltern und Paten setzen sich wieder in die Bankreihen
Die Erwachsenen singen zum Auszug der Kinder nach der Taufe das Lied:

* Tauflied
(übliche Fortsetzung des Gottesdienstes nach EG 179: )

... (evtl Chorstück) ...
Pfr.: Wir erheben uns vor Gottes Wort zur
SCHRIFTLESUNG

Liedvers: EG 181.3 HALLELUJA
(APOSTOLIKUM)
(entfällt hier bei Taufgottesdiensten )
Die Gemeinde setzt sich

* Lied vor der Predigt: ...

PREDIGT
GEBET NACH DER PREDIGT

* Lied nach der Predigt: ...


Pfr. Bekanntmachungen
... (evtl Chorstück) ...
(hier Einfügung in einem Abendmahlsgottesdienst

i.d.R. nach Grundform II)

Pfr. Eingangswort
(evtl Schuldbekenntnis und Frage- Gem. Bekenntnis - Pfr. Verheißung )
Einsetzungsworte
(Abendmahlsgebet evtl. mit Vaterunser)
Einladung und Austeilung in einer oder mehreren Gruppen,
die im großen Kreis um den Tisch des Herrn stehen
Abschluß jeder Runde mit dem Friedensgruß als Sendungswort
( z.B. mit folgenden Worten: Faßt euch euch als Zeichen des Friedens an die Hand. So wie ihr die Hand des Nächsten spürt, so sicher dürft ihr sein, daß der Herr mit euch ist. Jesus sagt: Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. So geht hin und tragt seinen Frieden in eure Häuser und Familien, geht hin im Frieden des Herrn)

Danksagung
ggf. Abkündigungen und FÜRBITTENGEBET

* Schlußvers: EG 321,2 Der ewigreiche Gott woll uns bei unserm Leben, ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort und uns aus aller Not erlösen hier und dort .
Wir erheben uns zum Segen und setzen uns noch einmal zum Nachspiel
SEGEN
NACHSPIEL
Die Kollekte am Ausgang wird in den "Opferstöcken" gesammelt.

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Die Liturgie in der ref. Kilianskirche Schötmar
Eine Erläuterung von Pfarrer Matthias Schmidt (16. Juli 2005)

Bevor der Gottesdienst sonntags um 10 Uhr beginnt, wird die Gemeinde mit dem 10minütigen Geläut aller drei Glocken zusammengerufen. Die angekommenen Besucher des Gottesdienstes sprechen meist ein kurzes Gebet, bevor sie sich wenige Minuten vor Gottesdienstbeginn auf ihren Platz setzen.
Der Gottesdienst selber ist in drei Teile gegliedert. Manchmal kommen am Anfang und Ende des zweiten Teils noch die Feier der Sakramente Taufe oder Abendmahl hinzu. Die liturgische Ordnung orientiert sich an der Grundform I, wie sie im evangelischen Gesangbuch auf S. 1236 abgedruckt ist. In der folgenden Erläuterung wird aus Platzgründen die männliche Form der Amtsbezeichnung gewählt. Wo Pfarrer, Leiter oder Liturg steht, muss mit gleicher Berechtigung auch Pfarrerin, Leiterin oder Liturgin gelesen werden.

Teil 1: Eröffnung und Anrufung

Musik zum Eingang – Mit Orgel- oder Bläsermusik wird der Gottesdienst feierlich eröffnet. Mit dem
Eingangslied stimmt sich die Gemeinde singend auf das Geschehen in der Kirche ein. Der Liturg und die Gemeinde stehen bzw. sitzen gemeinsam vor Gott, dem allein das Lob der Geschöpfe gebührt.
Nach dem Eingangslied stellt der Leiter des Gottesdienstes, meist der Pfarrer, als Liturg die Überschrift, das Motto der Veranstaltung vor: Alles was geschieht, geschieht im Namen des dreieinigen Gottes. „Unser Anfang und unsere Hilfe stehen im Namen Gottes des Vaters, der Himmel und Erde geschaffen hat, der Bund und Treue hält ewiglich und nicht preisgibt das Werk seiner Hände. Eine schlichtere Formulierung ist das
Votum : Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes.
Mit diesem Votum am Anfang korrespondiert der Segen am Ende des Gottesdienstes. Alles, was zwischen diesen Worten geschieht, ist Gottesdienst. Sie sind wie bei der wörtlichen Rede Anführungs- und Ausführungszeichen des Dienstes der Gemeinde in der Anwesenheit Gottes. Auch die Begrüßung der Anwesenden gehört in diesen Anfangsteil, der mit einem Psalmvers oder einem anderen biblischen Wort zum Thema des Tages abgeschlossen wird.
Der Anbetung Gottes im
Psalm – oftmals im Wechsel gesprochen – folgt das gemeinsam gesungene Gotteslob , das
Gloria Patri, in der Liturgiestrophe „Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ ( EG 177.2)
Dieser Erhöhung Gottes folgt die Selbsterniedrigung des Menschen, der sich seiner Schuld bewusst ist. Das, was Menschen allgemein oder im Konkreten von Gott getrennt hat, kommt im Kyrie zur Sprache. Der Liturg formuliert das in einem
Sündenbekenntnis und die Gemeinde stimmt in dieses Bekenntnis der Schuld ein, indem sie Gott um sein Erbarmen bittet. Gleichzeitig begrüßt sie damit den ankommenden Herrn, den „KYRIOS“. So singt sie dreimal das Kyrie in der Kilianskirche Schötmar auf deutsch:
„Herr erbarme dich, Christus erbarme dich, Herr erbarme dich.“ (EG 178.10 ) Wo Menschen Gott um sein Erbarmen anflehn, da lässt er sich bitten und streicht durch, was geschehen ist. Der Pfarrer oder ein anderer beauftragter Diener Gottes ist dann befugt allen „Bußfertigen“ die bereits geschehene Vergebung durch ein
Gnadenwort erneut zuzusprechen. Die Gemeinde beantwortet das im
Gloria mit dem Lobgesang: „Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum, dass nun und nimmermehr, uns rühren kann kein Schade, ein Wohlgefalln Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn´ Unterlass , all Fehd hat nun ein Ende. (EG 179)
So vergegenwärtigt die Liturgie des Gottesdienstes Sonntag für Sonntag das Versöhnungsgeschehen. Mit dem anschließenden Gebet des Tages, -in einigen Kirchen auch Kollektengebet genannt, da es alles zusammenfasst -, wird der Eröffnungs- und Anrufungsteil abgeschlossen.
Die Bitte um das rechte Hören auf Gottes Wort leitet zum Verkündigungsteil über. Das Gebet schließt mit einer erkennbaren Formel, damit die Gemeinde mit „Amen“ einstimmen kann.
Manchmal wird diese Zäsur im Gottesdienst noch dadurch hervorgehoben, dass an dieser Stelle der Chor oder ein Musikstück zum Einsatz kommt. Dieser Beitrag ist dann meist schon Überleitung zum zweiten Teil des Gottesdienstes in dem die Botschaft des Tages zum Ausdruck und zur Auslegung kommt.

Teil 2.: Verkündigung und Bekenntnis

Aus Ehrfurcht vor Gottes Wort erhebt sich die Gemeinde zu Beginn des Verkündigungsteils zur
Schriftlesung zum Halleluja und zum Glaubensbekenntnis.
Nicht nur der Liturg, sondern auch andere Mitarbeiter im Gottesdienst kommen an dieser Stelle immer wieder zum Einsatz, wenn sie Gottes Wort verlesen. Die Texte werden meist nach der Leseordnung des Kirchenjahres ausgewählt, wie sie im Gesangbuch ( EG 1005 S. 1477 ff) abgedruckt sind. Dort stehen auch die Vorschläge für den Predigttext des Sonntags, für Lieder und Gebete. Wenn über den Evangelientext des Sonntags gepredigt wird, wird die alttestamentliche Lesung oder die Epistellesung gewählt. Weitere Schriftlesungen sind möglich und können mit einer Liedstrophe des Chores, der Gemeinde oder einem anderen Musikbeitrag voneinander abgesetzt werden. Wo Gottes Wort zu Gehör kommt, erklingt das Gotteslob. Entsprechend antwortet die Gemeinde auf das Hören mit dem gesungenen
„Halleluja“.(EG 181.3)

Das Sakrament Taufe
Wird im Gottesdienst jemand getauft, dann bekräftigt das erlebbare Sakrament Taufe die mündliche Verkündigung. Mit allen Sinnen, an Haut und Haaren darf der Täufling wahrnehmen, welche gute Nachricht von Gott ihm gilt: Du bist von Gott geliebt und angenommen. In der Kindertaufe kommt der Zuspruchcharakter dieser Botschaft besonders gut zum Ausdruck. Alle Menschen sind wie kleine Kinder auf Gottes bedingungslose Zuwendung angewiesen. Die Einsetzungsworte, das Gebet für den Täufling und die Auslegung vom Taufspruch zielen darauf hin, dass der Glaube aller Anwesenden gestärkt wird. Eltern und Paten versprechen, ihr Kind in diesen Glauben hinein zu erziehen. Die anschließende Taufhandlung an sich enthält eine Vielzahl solcher symbolischer Elemente, die die Gnadenzusage Gottes an alle Getauften unterstreichen: das weiße Taufkleid als Symbol der Reinheit, das fließende Wasser als Symbol der Reinigung und des Lebenselexiers, die Handauflegung als Segenszeichen. Der Name des dreieinigen Gottes und der Name des Täuflings werden in einem Atemzug genannt während das Wasser der Taufe über den Täufling fließt. Damit gehören sie ganz eng zusammen. Ein zusätzliches Symbol ist die Taufkerze: Wie die Flamme von der großen Christuskerze auf die kleine Kerze des Täuflings übergeht so soll der Getaufte etwas von Gottes Geist bekommen. Ein Dank- und Bittgebet und ein Tauflied schließen den Taufteil ab.

Auch in der möglichen Feier einer Kindersegnung kann diese Zuwendung Gottes zum Ausdruck kommen, wenn Eltern auf die Taufe an sich noch verzichten möchten. In der Frage der Kindersegnung oder Kindertaufe entscheiden sich die meisten aber für die Taufe. Anstelle der in der jüdischen Tradition üblichen Beschneidung bekommen so auch die Kinder der Christen von Anfang an Gottes Gnade in der Taufe zugesprochen.
Der Aspekt des öffentlichen Bekennens, der von Anfang an ganz prägend zum taufenden Handeln der Kirche dazu gehörte und für viele christliche Kirchen der wesentliche Teil des Sakraments Taufe ist, kommt in der Kindertaufe nur im Bekenntnis der Taufeltern, der Paten und der Gemeinde zum Ausdruck. Die den Glauben kräftigenden Elemente der Taufzusage kann das kleine Kind noch nicht verstehen. Insofern kommt die kräftigende Wirkung dieser Elemente beim Täufling selber nur wenig zum Zuge, weil es selbst noch keine aktive Erinnerung an das Erleben hat. Erst in der Rückschau kann es sich das unbewusste Erlebte aneignen.

In der evangelischen Kirche gehört zum taufenden Handeln der Gemeinde darum die kirchliche Unterweisung der Kinder und Jugendlichen hinzu. Sie erinnert an die Zusagen der Taufe. Die Kinder und Jugendlichen lernen ihr eigenes „Ja“ zum Glauben zu sagen. Sie wachsen in den Gottesdienst der Erwachsenen hinein. Der kirchliche Unterricht im Vorfeld der Konfirmation dient dieser persönlichen Annahme und Vergewisserung im Taufbund. Die Zusagen der Kindertaufe sollen von jetzt an auf das eigene Leben angewandt werden. Für diejenigen, die noch nicht getauft sind, ist der Unterricht selber zugleich auch Taufvorbereitung. Soweit das Glaubensbekenntnis nicht schon im Taufteil gesprochen wurde, folgt der Schriftlesung und dem Halleluja das öffentliche Bekenntnis der Gemeinde. In der Regel spricht die Gemeinde stehend das apostolische Glaubensbekenntnis. Aber auch ein anderer verlesener Bekenntnistext ist möglich.

Das Thema der Woche und der Predigt wird im Lied vor der Predigt vorbereitet. In vielen Kirchen legt die Gemeinde an dieser Stelle auch ihr Opfer für die diakonische Arbeit der örtlichen Gemeinde zusammen. Der Kirchenvorstand der ref. Kilianskirche hat beschlossen, die Spenden für die diakonischen Aufgaben der Gemeinde in einem Diakoniekasten zu sammeln der am Eingang steht. Nach dem Gottesdienst wird am Ausgang wird für den jeweiligen Zweck gesammelt, der im Kollektenplan festgelegt wurde. Das Wichtigste im evangelisch-reformierten Gottesdienst ist die Verkündigung in der Predigt, in der der Pfarrer einen frei gewählten oder den vorgeschlagenen Bibeltext des Sonntags auslegt. Alle Lieder und Texte des Sonntags sind darauf abgestellt.

Die Sakramente
Taufe und Abendmahl, die ohne die Erklärung durch das Wort der heiligen Schrift keine eigene Wirkkraft haben, sind dem gepredigten Wort Gottes nachgeordnet. Die Predigt bekommt mit den Sakramenten Taufe und Abendmahl zwei zusätzliche sichtbare Wahrzeichen und Siegel zur Seite zu gestellt die den Glauben wecken und stärken sollen. In der evangelischen Kirche gibt es ausschließlich die Sakramente Taufe und Abendmahl, denn nur sie wurden von Jesus selber ausdrücklich eingesetzt. In den christlichen Kirchen, in denen Brot und Wein durch die Einsetzungsworte eine besondere Wirkkraft erhalten sollen, ist das Abendmahl ein eigener Gottesdienstteil.

Die Gemeinde antwortet auf die Predigt mit dem Lied nach der Predigt. In den anschließenden Bekanntmachungen wird mitgeteilt, wozu noch eingeladen wird, wofür gesammelt wird und wofür gedankt wird.

Kirchenarchitektur:
Die herausragende Stellung der Predigt im reformierten Gottesdienst kommt in vielen Kirchen auch in der architektonischen Anordnung zum Ausdruck. In einigen lippischen Kirchen gibt es große Kanzeln die direkt über dem Abendmahlstisch angeordnet die überragende Bedeutung der Predigt hervorheben. Wie in den meisten evangelischen Kirchen Deutschlands so findet sich nach einigen Umgestaltungen auch in der reformierten Kilianskirche Schötmar ein Abendmahlstisch in der Mitte, ein Lesepult (bzw. eine kleine Kanzel) an der Seite und ein Taufbecken an der anderen Seite. Die alles überragende große Kanzel wird nur noch bei voller Besetzung der Kirchenbänke auf der Empore benutzt, weil die Prediger auf der kleinen Kanzel im engeren Kontakt zur tatsächlich versammelten Gemeinde stehen.

Das Sakrament Abendmahl
Falls der Gottesdienst als Abendmahlsgottesdienst gefeiert wird, wird die Gemeinde hier am Ende des zweiten Teiles in die Bedeutung des Abendmahls eingeführt. Durch die Einsetzungsworte wird hervorgehoben, dass dieses Sakrament von Jesus selber eingesetzt wurde. Soweit das Sündenbekenntnis nicht schon im Eingangsteil des Gottesdienstes vorkam, hat es mit der Vergebungszusage hier seinen Platz. Die Gemeinde versammelt sich in einer oder mehreren Gruppen im Kreis um den Tisch des Herrn zur Austeilung. Das Brot und der Wein oder manchmal auch der Traubensaft werden mit den jeweiligen Spendeworten gegeben. Der Gemeinschaftskelch wie auch die Einzelkelche sind abwechselnd im Gebrauch. Weitere Formen des Abendmahls sind auch möglich.
Die symbolische Teilhabe an „Leib“ und „Blut“ Christi wird dabei zum Zeichen der Gegenwart Christi in seiner Gemeinde. Sie sind die von Gott selber eingesetzten pädagogischen Mittel um den schwachen Glauben in den Herzen zu kräftigen. Mit dem Friedensgruß und Segen geht jeder wieder an seinen Platz. Für das alles spricht der Pfarrer nach der Feier das Dankgebet.

Teil 3: Sendung

Die Abkündigungen eröffnen den Abschlussteil der Sendung. Der Pfarrer teil mit auf was die Gemeinde zurückschaut und was ansteht. Ein Wort zur Woche gibt Orientierung. Die Namen der Verstorbenen, der Getauften und der Heiratenden werden der Fürbitte empfohlen. So gehen Trauernde und Fröhliche aus dem Gottesdienst nicht ohne an diejenigen zu denken, die ihnen jetzt als Aufgabe auf den Weg gestellt sind. Die Anwendung dessen, was der Glaube in der Predigt gehört hat und was durch die Sakramente Taufe und Abendmahl bekräftigt wurde, wird in der Fürbitte, im Gebet des Herrn und im betenden
Schlusslied zusammengefasst: “Der ewigreiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben und uns in seiner Gnad, erhalten fort und fort und uns aus aller Not erlösen hier und dort. ( EG 321,2 )

So sendet der Pfarrer die Gemeinde mit dem
Segen in die Welt. Zum Empfang des Segens haben sie sich von den Plätzen erhoben und zur
Musik am Ausgang nehmen die Gottesdienstbesucher noch einmal Platz um über das Gehörte nachzusinnen, bevor es mit frischer Kraft in die neue Woche geht.
Die Kollekte am Ausgang, das Opfer für die anderen, an die in der Fürbitte gedacht wurde, gehört zum Weg vom Gottesdienst am Sonntag in den Gottesdienst am Alltag.

© Pfr. Matthias Schmidt

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